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Neuerscheinungen - New Editions

2021 & 2020 & 2019

2021

das neue, das bessere Jahr

beginnt mit einer Hommage à Ginsberg von einem der wenigen Zeitgenossen, meinem Freund und Autor Jörg Janzer!

 

Hommage à Ginsberg

Das Gelbprinzip
 
 
Gelb. Alles ist gelb. Der Ton gelb, das Geräusch gelb, alles ist gelb, wird gelb. Fragen gelb, die Zeit gelb. 
Alles gelb.
 Der Atem stockt gelb, der Pulsschlag stockt, das Wasser fliesst in die Berge zurück, zögert, stockt.
 Gelbes Getuschel, nirgends ein Schrei.
 Abwarten gelb.
 Ahnungen auf silbernen Tabletts von Zunge zu Zunge.
 Gelbes Misstrauen schwarz, die Ordnung stockt.
 Schwarze Ordnung gelb.
 Der Schrei nach innen.
 The Wall.
 
  Gelber Fortschritt weltraumgelb. Das Gute gelb. Gelber Tod schwarz. Schwarz erstickter Schrei.
 Erstickt warten gelb auf neue Ordnung, auswegslos, stumm.
 Ohne eine Spur zu hinterlassen an der Schneegrenze entlang, am Rande der Wirklichkeit.
 Die Spinnen atmen aus.
 Überall rote Punkte wie von endlosen Umarmungen von Echsen und Lurchen.
 Gelbe Liebe gefriert.
 Das Getreide ist gemäht, eingeholt.
 Wenn die Angst die Entschlossenheit übertrifft als werde in der Anpassung an das Negative das Negative besiegt.
 Erde spüren, Schneeluft, Samenluft, Lästerung.
 Die Todeshülle des alles verderbenden Staates, der selbst das Sterben in Zyklen organisiert.
 Verwehungen.
 Unter Strommasten totgevögelte Zeit. Die Zeit verweht gelb im alten Heu des Jahres 86. Schrei ohne Leidenschaft.
 Alles ist Imitation.
 Der Name des Deos als letzte Glücksbotschaft. Die Tiere an der Schmerzgrenze.
 Das schmerzt wie die grenzenlose Vertrautheit zwischen Mann und Frau dieser süsse Schmerz, süsse Geruch, der die Arme lähmt, die Nacht, den Tag,
 wo zerwühlte Kissen Anlass sind für vermehrte Kontrollen durch Gelbkreuzbeamte.
 
 Der Landmann mit der Säge aber sägt und sägt und sägt.
 Hinter den Bergen leuchtet blaues Neonlicht.
 Der Präsident massiert sich die Vorsteherdrüse. Die Massen applaudieren in die Kondome. Nur das Schwert, das die Wunde schlug, kann sie auch heilen.
 Gelbe Latenzen machen sich breit, fressen sich in das allgemeine Bewusstsein, was immer das sei:
 Das Allgemeine, das Bewusstsein.
 Etwa der babylonische Tod, der assyrische, der ägyptische Tod?
 Noch immer schweigen sie.
 Nirgends hört man einen Schrei.
 Gefolterte Nerven geben gelbe Ruhe.
 Noch nie war ein Krieg zu anarchisch oder zu teuer. Todgeweihte sind angeblich kaum zu dressieren.
 Doch die Latenz des Todes steht im umgekehrten Verhältnis zur Geschwindigkeit der Fortbewegungsmittel.
 Laser.
 
 Die angeblich neue Situation ist nichts als die Entsprechung einer anderen, längst vorhandenen Wirklichkeit:
 Der Gesang der zerfallenden Berge, die schwarze Sickerung der Ekzeme. Da helfen weder grüne Meerkatzen noch Kopfstände.
 Als sei nicht jede Krankheit auch Erschöpfung – warum nicht auch der Wissenschaften?
 Unzeitgemässe ketzerische Gedanken machen sich breit. Man spricht von Peitsche und Sense, hört den schneidenden Knall,
 ahnt die Anarchie, die in ihrer negativen Form längst in uns wütet in Form eines anderen Zusammenbruchs.
 Der Schadenfreude ist keine Grenze gesetzt.
 Auf der gegenüberliegenden Seite stehen die, die ohnehin nie etwas zu verlieren hatten und lachen.
 Und hinter ihnen grinst die mythologische Fratze.
 Der Fortschritt gibt die Apokalypse ab. Wir dürfen jetzt nachdenken oder glauben oder jammern.
 Der neue Tod, der ein alter Tod ist, so alt wie eben der Tod, nimmt uns die Sense aus der Hand und schüttelt sich das Kleid.
 Wir sind zu banal, zu gut gewesen. Der afrikanische Gleichgültigkeitstod war zu satt oder zu matt.
 Im Untergang bekommen wir die Unschuld zurück, treten ins Glied.
 
Vernehmt die Botschaft. Hört auf den Gesang der Vulkane.
 Strich für Strich geht der Landmann über das Feld und mäht. Man nannte ihn einst den Gevatter.
 Wenn Ihr sein Lachen hört wisst Ihr Bescheid.
 In Euch lauert ein Schrei.

 

2020

Erwin Stegentritt

Exercice d'écriture

Une longue lettre et un poème

2020, 30 S. 26 x 19 cm 12,90 €
ISBN 978-3-942701-48-8

 

Traduction de l'allemand de 'Schreibübung'

 

Une lettre à Agnès Rouzier et un poème.

 

« L'absolu. Ne plus laisser exister l'invention à côté de la réalité, mais la vouloir comme réalité ; absolue. L'écriture et les inventions de l'écriture, absolues. »

 

         « Pendant tout le week-end écouter de la musique, écrire, être assis sur la terrasse à l'arrière et rêver, rêver de la rencontre, qui sera un moment donné possible dans un avenir lointain. Pendant la journée soigner les malades. Pendant la journée rencontre avec la mort. Et le rire, en face d'elle, parce que nous vivons. Parce que nous vivons, parce que nous sommes comblés de désir. »

 

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Wir können nicht ans Meer... wir können träumen von diesem Sommer, von einem anderen Sommer.

 

Sommer, eines Sommers

 

"Den ganzen Sommer können wir hier am Meer verbringen. Jede Welle anschauen, die ans Ufer schlägt, jede kleine Welle verfolgen mit den Augen und manchmal erinnern wir uns, und erinnern uns nicht, an jeden Tag, an keinen anderen Tag, sondern nur dieser eine, endlos am Meer."

 


2010, 24 S. 10 x 14,5 cm 2,90 €
ISBN 978-3-922441-98-4

 

E-Book (ePub): 0,99 €
ISBN 978-3-922441-14-4

 

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Die meisten Windräder sind falsch aufgestellt - so eine Meldung vor einigen Tagen. Das ist natürlich kein Wunder, denn die Windrad-Konstrukteure haben nicht dieses Buch gelesen:

 

ALLES ÜBER WINDMÜHLEN von Reinhard P. Gruber.

Darin wird auch von den falsch blasenden Winden berichtet. Ein Buch, das man wieder aus dem Regal nehmen, oder eben hier neu bestellen sollte - versandkostenfrei über Papyal:

Agnès Rouzier

Lettres à un Jeune Allemand

(1964 - 1969)

Edition en langue française

 

266 lettres et une partie du roman (inédit) 'Hélène'

2018, 2020 2e édition augmentée et corrigée, 152 p., 26,5 x 16 cm, 29,90 €

ISBN 9-783-942701-47-1

 

 "Tu m'as demandé un jour ce que c'était ma légèreté : ma légèreté c'est aussi savoir que ce que j'imagine vaut autant que ce que je vis, autant et même davantage. C'est ainsi que l'on se penche et que l'on existe, c'est ainsi que l'on meurt, c'est ainsi que mon langage est mon langage, ainsi que je marche, ainsi qu'une expression de ton visage m'a charmé, un après-midi, avenue de l'Opéra et que j'ai pu te parler, malgré ma peur. Voici le chemin que tu peux reconnaître de toutes les évasions et de tous les mythes. Et conjointement celui d'une infinie puissance."

11-6-1966

 

"Refaire la vie, se serait revoir chaque chose en son origine, se revoir soi-même comme un être humain isolé, à l'écart de la convention, démolir les structures pré-établies (qui dépassent de beaucoup la morale, puisque nous ne voyons rien mais parlons tout suivant un code ancestral). Refaire la vie c'est se lier de très près à la mort, la voir comme notre orientatrice absolue, non-dangereuse, libératrice parce qu'informe. Si nous étions capable de vivre comme mortels, à chaque instant de notre vie, nous vivrions dans l'infini, dans ce qui n'a pas de mesure, parce que pas de sens. Mais nous ignorons la joie, vivant à chaque instant comme si nous étions immortels nous pesons sur la terre d'un poids prétentieux et qui se veut définitif. Comme si nous pouvions, nous, finir quelque chose."

27-4-1967

 

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Erwin Stegentritt:

Das Vogelnest im Lorbeerbaum

2020, 24 S. , ISBN 978-3-942701-46-4

 

3,50 €

 

 

 

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Dieser Sommer ist anders.

 

In einer entfernten Zukunft wirst du diese Notizen lesen, wieder lesen, vielleicht in zehn, vielleicht in fünfzig Jahren, auch du wirst dann alt sein, und dich erinnern, oder es werden deine Kinder sein, die diese Kleinigkeiten, die sie nicht kennen, erfahren werden. Sie werden eine vage Vorstellung von diesem Leben, von dieser Zeit gewinnen können: von diesem Jetzt, das vergeht, das schon vergangen ist und doch bei uns bleibt.

Volkmar Gross

Kleines Tagebuch

Ein Saarländer in der Pariser Bohème 1949-1950

2020, 58 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 15,00 €

ISBN 978-3-942701-45-7

 

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Till Neu

Sieben Bilder für Agnès Rouzier

Sept images pour Agnès Rouzier

Briefe an einen toten Dichter

 

 

Agnès Rouzier hat auf Briefe von Rainer Maria Rilke geantwortet.

Diese Texte sind 1981 in der Schweizer Zeitschrift FUROR erschienen - Lettres à un écrivain mort - und posthum 1985 in einem Sammelband bei Seghers/Laffont.

2016 erschien eine Neuausgabe bei BrûlepourPoint in Paris.

 

Nun antwortet Till Neu als Maler auf Agnès Rouziers Briefe an einen toten Dichter.

 

Die sieben Bilder werden von Textzitaten (deutsch und französisch) begleitet , die zu den Malereien inspirierten.

 

Im Karton, numeriert/signiert 1/100.

Format:20 x 25 cm, 17 Blätter, 55,00 €

ISBN:978-3-942701-32-7

 

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